Autorenportrait Ulrich Karger

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Dicke Luft in Halbundhalb | Rezensionen und Empfehlungen (Auswahl)


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(Soweit nicht extra gekennzeichnet, beziehen sich die Rezensionen auf die Erstausgabe)
"Ulrich Karger hat das wichtige Thema Vorurteile und Intoleranz in eine lustige Geschichte gekleidet, die ihre jungen Leser vor allem mit Situationskomik und (für Erwachsene) absurden Momenten begeistert. Dies wird noch einmal gestützt durch die einfachen, witzigen Schwarzweiß-Zeichnungen von Hans-Günther Döring, die die Geschichte eigenständig auf einer zusätzlichen Ebene erzählen. Beides, Wort und Bild, bleibt frei von jeder Art Ermahnung oder gar Belehrung, die Quintessenz muss man selbst herausfinden, aber durch die Anschaulichkeit fällt dies kein bisschen schwer. Eine solch gekonnte und fantasiereiche Umsetzung eines „Lehrstücks“ (denn das ist die Geschichte allemal!) ist perfekt und wird unter Grundschülern ihre Anhänger finden.
Lehrer (und auch interessierte Eltern) erhalten ausreichend Gelegenheit, die Probleme angemessen zu thematisieren, können sie auch jeweils auf eine speziell zutreffende Situation übertragen, sei es bei Ausländerkindern in der Klasse oder sozial-familiären Schwierigkeiten bei bestimmten Schülern. Es gilt ja zunächst einmal, Kinder überhaupt für ein zwischenmenschliches Verhalten zu sensibilisieren, das im Umgang mit jeder Art von Andersartigkeit zu beobachten ist. Auch Erwachsene, die dieses Buch lesen, dürften spielerisch und nebenbei so manchen (leicht beschämenden) Denkanstoß erhalten: Wie leichtfertig bildet man sich sein (Vor)Urteil, verurteilt Lebensformen, ohne zu wissen, wie und warum diese so sind."
Astrid van Nahl zur Neuausgabe 2011
alliteratus.com; 13.09.2011
(Die mit vier **** das Buch als "überdurchschnittlich" und damit als "eine klare Leseempfehlung, auch für Genre-Fremde" gekennzeichnete Rezension kann unter alliteratus.com hier vollständig als Pdf-Datei abgerufen werden)


"Wie schon beim Ordumok baut diese Geschichte auf einen Sprachwitz, der über die Handlung hinaus für Situationskomik und unerwartete Wendungen sorgt. So gelingt es Karger abermals ohne den Ballast von Ausrufungszeichen für das Aushalten des oder der anderen zu werben. In großen Schrifttypen gesetzt und ausgestattet mit witzig-pfiffigen Illustrationen von Hans-Günter Döring, werden sich nicht nur Erstleser dieses Buch mit großem Vergnügen und Gewinn aneignen."
Norbert Ney
Berliner Zeitung
; 30.1.1995
(Die Rezension kann in der Berliner Zeitung hier vollständig nachgelesen werden)


"DICKE LUFT IN HALBUNDHALB, lustig illustriert von Hans-Günter Döring, ist ein nettes Buch, das sich gut zum Vorlesen am Abend eignet. Häppchenweise. Denn auf der Abendseite dauert eben immer alles ein bißchen länger."
Susanne Kippenberger
Der Tagesspiegel, 12.2.1995


"Wie die beiden Kinder sich näher kommen und schließlich unzertrennlich werden, erzählt das Buch spannend und voller Humor. (..) Das empfehlenswerte Kinderbuch des Berliner Autors Ulrich Karger mit lustigen Illustrationen von Hans-Günter Döring erteilt (auch uns erwachsenen Lesern) eine liebevolle Lektion in Sachen Vorurteile, die sich bei näherem Hinsehen als hohle Nachrede erweisen. Daß es gerade die Kinder sind, die dieser Einsicht zuerst auf die Spur kommen, macht die Erzählung besonders nachdenkenswert."
Sibylle Sterzik
Berlin-Brandenburgisches Sonntagsblatt, 12.2.1995


"Dieses unterhaltsame und spannende Buch ist für Mädchen und Jungen ab acht Jahren geeignet."
Gießener Anzeiger - SonntagsPost, 3.12.1994

"Malte Wolke und Juliane Frischauf, beide in der ersten Klasse, setzen ihre Freundschaft gegen die Vorurteile und Abgrenzungsversuche der Erwachsenen durch. Wie dies geschieht, ist vordergründig erfrischend, lustig und teilweise auch rührend zu lesen, aber es steht eine ethische Tiefendimension dahinter. Ihr nachzugehen, ist für Kinder und Erwachsene ein Gewinn. Der Spaß bleibt bei alldem nicht außen vor, denn der Autor setzt Charakter-, Situations- und Sprachkomik auf gekonnte und wohldosierte Weise ein. So schlafen Maltes Eltern am ersten Schultag ein; sie haben die Schultüte vergessen, und als sie endlich gefunden wird, ist etwas Falsches drin. Julianes Eltern vergessen wegen aufregender Geschehnisse den Geburtstag ihrer Tochter, und viele andere Figuren tragen mit ihren Eigenarten zu einer spannend-komischen Handlung bei. Dramatischer Höhepunkt ist eine Suchaktion, bei der die verfeindeten Eltern aus Sorge um ihre Kinder zu einer Schicksalsgemeinschaft werden.
Es finden sich treffende Beispiele für die Entstehung von Vorurteilen, für das Errichten von Mauern und das Ziehen von Grenzlinien. Die Überwindung solcher Vorurteile, initiiert durch Maltes und Julianes "Erpressungsversuch", immer wieder von zu Hause fortzulaufen, bilden hier ein immer stärker werdendes Gegengewicht, etwa durch das behutsame Kennenlernen der "anderen Seite" oder durch die Erkenntnis, daß es über die Gegenpartei auch etwas Gutes zu sagen gibt.
Die feinen Zwischentöne über Erziehungsstile und Umgehen miteinander sind so elementarisiert, daß Kinder sie reflektieren können; was sich zwischen Generationen und zwischen Erwachsenen ereignet, drängt geradezu zum Nachspielen. Ulrich Karger bedient sich der Zeichnung der Charaktäre durch entprechende Namengebung: Ein Mittel, um durch Sprache und Phantasie die einzelnen Figuren plastisch erscheinen zu lassen; hier darüber hinaus, um zu kontrastieren und gleichzeitig aufzulockern."
Friedhelm Münzel
Religion heute Nr.22, Juni 1995


Aufgenommen in die Liste empfehlenswerter Bücher für Kinder und Jugendliche
"Eine Freundschaft zwischen Kindern hilft, die Vorurteile zwischen zwei verfeindeten Erwachsenengruppen abzubauen. (..) Die aus Sicht der Kinder beschriebenen Lebensverhältnisse und Probleme des kleinen Dorfes, in dem die Geschichte spielt, werden nachvollziehbar aufgezeigt."
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung u. Kunst; Wien 9.11.1994

Literaturempfehlung 1.-2.Klasse für Aktion Das lesende Klassenzimmer
Börsenverein des dt. Buchhandels; Wettbewerb 1995

"Die Kinder erhalten mit dem Buch eine vergnügliche Geschichte, in der auch die Erwachsenen vorgeführt werden. Stil und Sprache sind leicht zu erfassen, so daß das Buch wie beabsichtigt zum Erstlesen verwendet werden kann. Zu empfehlen wäre weiter ein abschnittsweises Vortragen in der Klasse, da die Kapitelübergänge zum selbst weiter erzählen geradezu auffordern."
AG J.-lit. u Medien in der GEW Baden-Württemberg
www.ajum.de

"Das Buch spricht Kinder ab 7 Jahren an, die Lust am Lesen haben und die manchmal die Ideen der Erwachsenen auch nicht so ganz verstehen können. Die Geschichte wird aus der Sicht des Malte in klarer, kindgerechter verständlicher Sprache erzählt. Alle Personen wirken lebendig und gehen im Verlauf der Geschichte aufeinander zu.
Vorurteile, Verständnislosigkeit, Wut, Mut Freude, Freundschaft werden angesprochen und glaubhaft ab- bzw. aufgebaut. (..) Ein sehr schönes Buch in einer gut lesbaren Sprache, interessant und spannend zugleich."
Petra Wedell
AG J.-lit. u Medien in der GEW Berlin

www.ajum.de

"Eine phantasievolle Handlung mit ideentiefen, realen Hintergründen, voller Humor, Denkanstöße vermittelnd, Lesehunger weckend. Die an Sprachwitz reiche Form spiegelt Atmosphäre wider!"
Müller
AG J.-lit. u Medien in der GEW Hessen

www.ajum.de

"Die Episoden sind treffend geschildert, sprechen die Lebenswelt der Kinder und regen sie deshalb zum Lesen an. Gut getroffen sind auch die Illustrationen. Die "Probleme" der Erwachsenen könnten gut als Diskussionspunkt nach dem Lesen des Buches behandelt werden."
Mendt
AG J.-lit. u Medien in der GEW Schleswig-Holstein

www.ajum.de

"Diese Geschichte ist flüssig und leicht verständlich geschrieben, so daß dieses Büchlein sicher viele Leser finden wird."
E. Knoll
AG J.-lit. u Medien in der GEW Thüringen

www.ajum.de

"Das Lehrstückchen über Vorurteile und Toleranz überzeugt, ist weder aufdringlich noch zu anspruchsvoll.
Breit einsetzbar ab 8 Jahre."
Heide Germann
Ekz-Informationsdienst


"Dieser soziale Aspekt wird in dem Buch auf humorvolle Weise vermittelt. Die Sprache wirkt lebendig und natürlich, beschreibende Elemente wechseln mit wörtlicher Rede. Die Gesamthandlung ist gut überschaubar. Sie ist klar in einzelne Geschichten aufgegliedert. Die agierenden Personen sind in ihren Eigenarten überzeugend und humorvoll dargestellt. Insgesamt ein gutes und empfehlenswertes Kinderbuch."
Sylvia Stumm
Jugendschriftenausschuß Mittelfranken, 11.8.1994


"Zwei aufgeweckte Kinder überwinden in diesem Buch die Intoleranz der Erwachsenen."
Empfohlene Themenzuordnungen: Freundschaft, Streit der Erwachsenen, Toleranz, Friedenserziehung
S.P.
Staatsinstitiut für Frühpädagogik (IFP), 1995


"Spannende Geschichte um Streit und Frieden für kleine Leser. In kindgerechter, fröhlich nachdenklicher Manier erzählt. Kinder erkennen sich wieder und genießen die bei aller Fantastik sehr realistische Handlung."
Dr. Karin Jäckel, Oberkirch
www.karin-jaeckel.de, 1994


"In einer phantastischen, aber auch spannenden Handlung hat es der Autor verstanden, das alte Problem "Überwindung der Gegensätze" darzustellen und sich dabei der Kinder als Heilsbringer und gleichzeitig der Identifikationsfiguren für die Leser zu bedienen, um in seiner Handlung den Vorteil einer Ambiguitätstoleranz, die in der heutigen Zeit selten geworden ist, aufzuzeigen!"
Prof. Dr. Sigrid Lichtenberger
Universität d. Saarlandes, 1995





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