Autorenportrait Ulrich Karger

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Bücherwurm trifft Leseratte | Rezensionen






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"Bücherwurm trifft Leseratte ist eine Anthologie mit Geschichten, Bildern und Reimen für Kinder im Alter zwischen 5 und 9 Jahren. Zum Vorlesen und für die etwas älteren auch zum Selberlesen. Die Beiträge sind nach dem Alphabet der Namen von Autoren und Autorinnen sortiert, die hier ihr erstes Gemeinschaftsprojekt und allesamt auch schon mehrere Einzeltitel in der Edition Gegenwind vorgelegt haben:
Gabriele Beyerlein, mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Heinrich-Wolgast-Preis und dem Gerhard-Beier-Literaturpreis, eröffnet den Reigen sehr spannend mit „Verloren auf Burg Frankenstein“ und „Kathrin geht verloren“. In der ersten Geschichte geht es um ein Mädchen, das während eines Schulausflugs vorschnell falsche Beschuldigungen erhebt und sich dann in einer Burg verläuft, in der zweiten um die kleine Kathrin, die mit ihrer Abenteuerlust dem Papa große Angst macht. Thomas Fuchs, ebenfalls mehrfach ausgezeichnet und beim Rundfunk tätig, erzählt mit „Der erste Schultag“ einen Katastrophentag für Ole, der zum Glück in einer Wiederholung unter besseren Vorzeichen mündet. Ulrich Karger, seines Zeichens auch der Herausgeber dieser Anthologie, legt mit „Ritter Willibald und sein größter Schatz“ eine märchenhafte Geschichte vor, in der die Niederlage gegen einen bösen Zauberer zum Anfang von etwas Neuem und sehr Schönen wird. Ihm folgt Manfred Schlüter mit wunderbar witzigen Reimereien um Mäuse, Elefanten und anderem Getier. Dieser Autor, der nicht zuletzt auch für seine Illustrationen u.a. in Titeln von Michael Ende, Achim Bröger und Boy Lornsen bekannt und dafür mit hohen Preisen ausgezeichnet wurde, hat zudem noch zwei farbige Rätselbilder, die Schwarz-Weiß-Vignetten vor jeder Geschichte und das reizende Coverbild beigesteuert. Last, but not least meldet sich noch Christa Zeuch, von der bereits in ihren Anfängen ein Werk in der Nominierungsliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis vertreten war, mit einem Allerlei von vier Kurzgeschichten zu Wort, das mal märchenhaft, mal besinnlich und zuletzt mit „Grütze, das Schulschwein“ einen sehr komischen Abschluss bildet.
Insgesamt eine durchdachte, schöne Sammlung von Geschichten, Reimen und Wortspielereien, die zum einen das Gefühl für die eigene Sprache weckt und fördert, zum anderen immer wieder verständnisvoll Situationen aufgreift, die Kindern dieser Altersgruppe vertraut sind und in denen sie Unterstützung brauchen. Vielseitig die Formen, wird hier Witziges geboten, über das sich lachen lässt, Spannendes, mit dem man Abenteuer bestehen kann, und Mutmachendes, mit dem man lernt, sich in bestimmten Situationen zu bewähren und die Angst zu überwinden. Die Texte sind in Schuldruckschrift gesetzt und ergeben zusammen mit den liebevollen Illustrationen ein schönes großformatiges Buch zum Taschengeldpreis, das sich zu Hause aber auch sehr gut als Schullektüre einsetzen lässt."
Astrid van Nahl
alliteratus.com; 09.12.2013
(Die mit fünf ***** das Buch als "herausragendes literarisches Werk" und damit als "ein Muss!" gekennzeichnete Rezension kann unter alliteratus.com innerhalb eines Artikels zur Edition Gegenwind hier vollständig als Pdf-Datei abgerufen werden)
Die Alliteratus-Redaktion hat diese Rezension zudem am 12.02.2014 an prominenter erster Stelle in die von Astrid van Nahl herausgegebenen Lesetipps für Grundschulkinder V (Pdf-Datei) aufgenommen.


Bücherwürmer und Leseratten unter Artenschutz
Neuerscheinung des Herausgebers Ulrich Karger mit Spannendem, Mutmachendem und Witzigem

Das erste Gemeinschaftsprojekt bekannter und mehrfach ausgezeichneter Kinderbuch-Autoren in der Edition Gegenwind (..) will Kinder zum Artenschutz dieser beiden "Tierarten" Bücherwurm und Leseratte animieren.
Auf dem gelungenen Bild des Buchumschlags zeigt Manfred Schlüter, der u.a. Bücher von Michael Ende illustriert hat, eine zufrieden im Bett lesende Ratte, die sich über die Begegnung mit einem freundlichen Wurm freut, der sich gerade durch die Seiten ihres Buches gefressen hat. (..)
Das vorliegende Taschenbuch mit "Geschichten und Gedichten zum Vor- und Selberlesen" fördert die beliebte Tradition des Vorlesens - nicht nur vor dem Schlafengehen - und vermittelt Kindern grundlegende Erfahrungsmöglichkeiten sowie den Wunsch, bald selbst eine Geschichte lesen zu können. Bei der Lektüre dieser Geschichten verfliegt (..) die Sorge, es könnte bald keine Leseratten oder Bücherwürmer mehr geben. (..)
So greift Gabriele Beyerlein zwei Aspekte der Angst im Leben eines Kindes auf, nämlich etwas zu verlieren oder gar selbst verloren zu gehen. Jedoch sowohl in Verloren auf Burg Frankenstein als auch in Kathrin geht verloren löst das betreffende Kind das Problem aus eigener Kraft, so dass die ermutigende Botschaft "Du schaffst es auch" für die Leser Motivation für Selbstvertrauen ist.
Auch die Geschichte des Herausgebers Ulrich Karger Ritter Willibald und sein größter Schatz wird aus demselben Grund besonders von den Buben geliebt werden, nicht nur weil das Ritter-Thema einen Großteil ihrer Spiele durchzieht, sondern weil diese Erzählung mit viel Fantasie das "Klein-Sein" zu einer Stärke macht, was ja spätestens seit Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf" allen "Menschen unter 1,50 m" bekannt ist. Mit lautmalerischer Sprache vor allem in den Eigennamen und einem märchenhaften Stil beschreibt Karger die starkmachenden Zauberkräfte des kleinen Ritter Willibald, der den bösen Zauberer Hurunald mit seiner Klugheit besiegt, wobei es die Zaubersprüche sprachlich in sich haben! Da muss der kleine Leseritter schon genau hinschauen, will er den Ritter Willibald in Gedanken unterstützen. Und das will er - denn welcher Junge träumt nicht davon, auch so ein cooler Ritter zu sein? Die metaphorischen Gedankenbilder vom "Regenbogenlichtstrahl" und vom Nebenzauberspruch auf dem Gepäckträger des Fahrrads nehmen zusammen mit den Reimen im Graswachsgedicht oder der Fantasiesprache der Schnecken die jungen Leser mit auf ein Abenteuer, in dem sie sich gemeinsam mit dem schlauen Willibald bestens bewähren können. Aber Vorsicht! Die genaue Lautfolge in den Zaubersilben muss natürlich beachtet werden, sonst passiert das Gegenteil! Gibt es eine liebenswürdigere Art, Grundschulkindern das genaue Hinschauen beim Lesen schmackhaft zu machen? Leider schwebt Willibalds Geschichten- und Zauberbuch durch Hurunalds Zauber bald in einer Wolke, und zwar in Form von lauter kleinen Papierschnitzelchen, die sich dann aber zum Glück auf der Erde verteilen und viele Märchen zu den Menschen bringen, die diese fortan weiter erzählen. Also nicht nur ein persönlicher Gewinn für alle kleinen Ritter Willibalds, sondern für die gesamte Menschheit! Das gegenseitige Erzählen und Zuhören - Kommunikation, die verbindet und Atmosphäre schafft. Pädagogisch, psychologisch und beinahe ein wenig philosophisch ist daher diese Botschaft des Religionslehrers Ulrich Karger an die Kinder, die zu der Erkenntnis über ihren Selbstwert wie auch in den anderen Geschichten einen intuitiven und emotionalen Zugang erhalten.
In Christa Zeuchs Kindergeschichten geht es um Ungewöhnliches wie in Grütze, das Schulschwein oder um Nachdenkliches, wie in Der Fliegenfänger, eine Erzählung, die Kindern spannend und unterhaltsam die Liebe zur Schöpfung nahe bringt. Malinka, die Hauptfigur, ändert darin ihre eigene Meinung dazu, wie mit Tieren - in diesem Fall einer Schmeißfliege - umzugehen ist. Ein Perspektiven-, ja sogar ein Paradigmenwechsel von der Oma zur Enkelin, der natürlich für jeden weiteren Wandel der Traditionen stehen kann und Kindern dazu Mut macht! Auch Mein Freund, der Klotzkopf derselben Autorin ist eine Mutmach-Geschichte für Schüchterne, für die Timmis Erlebnis zur Gebrauchsanweisung für Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen werden kann. Hannes und Greta, ein modernes Hänsel und Gretel Märchen, kreiert in einer alltäglichen Rahmengeschichte eine Art Traumerlebnis mit der bösen Hexe, der die Kinder jedoch entkommen.
Zusammen mit Der erste Schultag von Thomas Fuchs, wo Ole nach einem misslungenen ersten Schultag eine erfolgreiche zweite Einschulung erleben darf und somit eine Lösungsmöglichkeit für eine verpatzte Gelegenheit erhält, vervollständigen zwei "Wörterinseln" zum Raten und kindgerechte Themen in Reimereien und Sprachspielereien des Autors und Illustrators Manfred Schlüter das gelungene Taschenbuch, das sich sehr gut für den Deutsch-, Ethik- oder Religionsunterricht der Grundschule eignet. Die Kinder dürfen dort oft ihre eigenen Erfahrungen im Miteinander äußern und könnten in Anlehnung an das Buch Probleme im Unterrichtsgespräch oder in Teamarbeit ähnlich kreativ lösen lernen. So muss diesem Buch, das es überall im Buchhandel und auch als E-Book gibt, ohne Einschränkungen das Prädikat "pädagogisch besonders wertvoll" erteilt werden.
Brigitte Janoschka
Reichenhaller Tagblatt; 20. September 2013

Berchtesgadener Anzeiger; 23. September 2013
(Der vollständige Artikel kann hier vollständig als jpg-Datei abgerufen werden.)

Rezensionszitate zu Verloren auf Burg Frankenstein von Gabriele Beyerlein, der ersten Geschichte des Sammelbandes und vormals eigenständiger Buchtitel bei Thienemann 2002 und Verlag an der ESTE 2007:

„Psychologisch glaubhaft“ wird darin eine „realistische Story aus der Perspektive eines Mädchens“ erzählt, „das so die mittelalterliche Atmosphäre einer Burg erlebt“.
Eselsohr 4, 2002

Die Erzählung ist empfehlenswert für jüngere Schulkinder, die „etwas Spannendes lesen möchten.“
Silke Heere-Lehmann, ekz-Informationsdienst 12/2002


„Für Leseanfänger sehr spannend“ und „Wirklich sehr empfehlenswert.“
A.Fabinski-Kühl, Jugendliteratur und Medien Nr. 02-319:




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