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Mediation-Konflikthilfe | Schulmediation

Schulmediation bezeichnet eigentlich erstmal nur den Ort, an dem Mediationen durchgeführt werden. Im Blickpunkt sind hier jedoch vor allem die Schüler und Schülerinnen (=SuS), deren Konflikte untereinander in Mediationen bzw. Streitschlichtungen aufgelöst werden können. An "meiner" Schule waren wir ein Team von vier KollegInnen, die über mehrere Jahr hinweg jeden Schultag feste Sprechstunden sowie eine Ausbildung von Schülern zu Streitschlichtern anboten. Flankierend hierzu hatten wir "Besinnungsbögen" für schreib- und (noch) nicht schreibgewandte SuS erstellt, die das Einhalten unserer sechs Schulregeln zur Konfliktvermeidung unterstützen sollen. (Siehe hierzu auch die Seite Besinnungsbögen mit der Möglichkeit ihres Downloads als Pdf-Datei - hier finden sich auch die Kurz-Antragsformulare für Streitschlichtungen.)

Art der Konflikte: Da Kinder noch sehr dicht an ihren Gefühlen und die angesprochenen Konflikte zumeist "überschaubar" sind, reicht meist eine Sitzung zur Konfliktklärung sowie eine weitere zur Überprüfung der verabredeten Konfliktlösung. Es können aber durchaus auch komplexere Mediationen geboten sein, wenn es z.B. um "Mobbing" in der Klasse geht und hierfür (partielle) Gruppenmediationen mit mindestens zwei MediatiorInnen nötig sind. Oder bei Konflikten zwischen Lehrkräften und einem Schüler oder/und einer Klasse. Ebenso sind auch Mediationen von Konflikten unter KollegInnen (ErzieherInnen, Lehrkräfte, Schulleitung etc.) in der Schule denkbar, die dann analog zu den Paarmediationen betreut werden.

Die SuS nahmen das Angebot zur Mediation immer zahlreicher und selbstverständlicher an - insgesamt war das eine ermutigende Entwicklung, wofür jedoch die Schulleitung dann nicht länger Personal freizustellen vermochte. Das war und ist bedauerlich - denn Kinder wie Erwachsene, die nicht von ungelösten Konflikten abgelenkt werden, vermögen weit mehr Kapazitäten für den Unterricht freizusetzen.

Weitere Hinweise siehe Besinnungsbögen und Paarmediation

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